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d+s online kaufen 17.08.2000
BfG Bank
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000 hat das hohe Umsatzwachstum bei d+s online (WKN 533680) angehalten, berichten die Analysten der BfG Bank.
Der Gesamtumsatz habe um 98% auf 5,475 Mio. Euro gesteigert werden können. Davon seien auf das Geschäftsfeld Communication Center 5,338 und auf den Bereich e-Commerce 0,137 Mio. Euro entfallen. Beide Geschäftsfelder hätten auch gegenüber dem ersten Quartal deutlich im Umsatz zulegen können.
In den ersten sechs Monaten habe d+s online einen Gesamtumsatz von 10,1 Mio. Euro erzielen können. Dies entspräche den Planzahlen. Die deutliche Geschäftsausweitung führe zu hohen Aufwendungen. Die im Jahresvergleich um 59% auf 756 gestiegene Zahl der Mitarbeiter ließe die Personalaufwendungen steil um 94% ansteigen. Die Zinserträge aus dem Emissionserlös führten beim Finanzergebnis zu einem deutlichen Plus von 155 TEuro. Insgesamt wiese die Gesellschaft ein leichtes Minus von 44TEuro aus.
Im Juni habe die Gesellschaft zwei neue Communication Center in Frankfurt/Oder mit zunächst 310 neuen Arbeitsplätzen für 500 Mitarbeiter in Betrieb genommen. Für diese Center konnte d+s online nach eigenen Angaben bedeutende Großkunden aus den Branchen Telekommunikation und Internet gewinnen. Es wird geschätzt, dass mit diesen Kapazitäten im zweiten Halbjahr ein Umsatz von 5 bis 6 Mio. Euro erzielt werden könnten.
Da bei Call Centern kaum saisonale Schwankungen aufträten, dürften die drei Communication Center in Hamburg und Parchim auch im z. Halbjahr mindestens 10 Mio. € Umsatz erzielen können. Damit könnten die im Vorfeld des Börsenganges genannten Planzahlen von 25,8 Mio. Euro Realität werden. Die profitablen Communication Center blieben das Rückgrat von d+s online.
Schwieriger gestalte sich die Prognose im Aufbaugeschäftsfeld eCommerce. Gegenüber dem 1. Quartal konnte der Umsatz zwar mehr als verdoppelt werden. Das Tempo müsse aber im z. Halbjahr deutlich steigen, sollten die Planzahlen von über 7 Mio. Euro für das Gesamtjahr erreicht werden. Leider hätten die Gesellschaft keine Angaben über Zahl und Volumen der bisher vorliegenden Aufträge gemacht, um die weitere Entwicklung besser abschätzen zu können.
Im 2. Quartal ständen der Ausbau des e-Commerce-Vertriebs sowie der eCommerceProjektgruppe im Vordergrund. Die Gesellschaft könnte auf der CeBit ein reges Interesse für ihr Produkt AGORAonline registrieren., woraus sich nun Projekte ergeben.
Ein Schwerpunkt im 3. Quartal würde sein, AGORAonline für weitere Kundenkreise zu öffnen. Dazu zählte, dass der im laufenden Quartal geplante native OracleSupport alternativ zur bestehenden Anbindung an den Microsoft SQLServer schnell realisiert würde. Zur zügigen Marktdurchdringung würde der Mitarbeiterbestand im Bereich deutlich ausgebaut und solle Ende des Jahres bei ca. 80 liegen. Ferner sei die regionale Ausweitung sehr wichtig. Es wird erwartet, dass der bei der Börseneinführung avisierte Geschäftsausbau in Süddeutschland bald Realität werde und dann auch der ostdeutsche Markt stärker in den Blickpunkt rücke. Und schließlich müsse neben dem direkten Vertrieb die indirekte Vertriebsschiene erschlossen werden. All diese Maßnahmen würden das eCommerceGeschäft in den kommenden Monaten deutlich beschleunigen.
Niedrige Bewertung d+s online AG wiese aktuell eine Marktkapitalisierung von 73 Mio. Euro auf. Abzüglich des Nettofinanzvermögens in Höhe von 34,9 Mio. Euro sinke die Bewertung auf 38,1 Mio. Euro ab. Dies entspräche nur dem 1,2fachen des geplanten Gesamtumsatzes 2000 bzw. dem 1,5fachen des geplanten Umsatzes der Communication Center.
Die Kursentwicklung der Aktie seit dem Börsengang sei enttäuschend. Die Börse honoriere noch nicht, dass die Gesellschaft die beim Börsengang gemachten Prognosen sukzessive realisiere. Die Communication Center behaupteten sich mit wachsendem Erfolg im Wettbewerb, wie die Geschäftsentwicklung im z. Quartal belegt. Aufgrund der Vorleistungen sei man optimistisch, dass auch der Bereich eCommerce im 3. Quartal die erhofften Umsatzzuwächse aufweisen würde. Vielleicht würde in Zukunft eine ausführliche Berichterstattung mit dazu beitragen, mehr Vertrauen in die Aktie zu schaffen.
Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher kaufen.
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